vorgehensweise

Die Bestrebung von EurekaRail ist klar: grenzüberschreitende Bahnverbindungen im Interesse der Reisenden, Einwohner, Unternehmer und Wissensinstitute in der Grenzregion Belgiens, Deutschlands und dem Süden der Niederlande. Bei EurekaRail möchte man die fehlenden Elemente im Bahnverkehr in der derzeitigen Situation und die erwünschten Lösungen ermitteln. Gleichzeitig knüpfen wir Gespräche mit zahlreichen verschiedenen Interessenträgern an, damit die Partner einen gemeinsamen Kurs einschlagen und wir schon Vorbereitungen zur Realisierung unserer Bestrebungen treffen können. Beim Programm EurekaRail geht man folgendermaßen vor.

Analyse

EurekaRail ermittelt die erforderlichen Eingriffe bezüglich jeder der 5 Bahnstrecken. Dabei berücksichtigen wir auch die derzeitigen Verkehrsflüsse – Fahrrad, Auto und öffentliche Verkehrsmittel – in den einzelnen Regionen sowie die voraussichtlichen Entwicklungen in diesem Bereich bis 2030.

Wissensaustausch

Die Informationen aus den verschiedenen Studien teilen wir mit möglichst vielen Partnern, die Einfluss auf die Verbesserung des grenzüberschreitenden Reisens mit der Bahn haben. Konkret bedeutet dies, dass wir auf politischer Ebene und Verwaltungsebene mit zahlreichen Partnern Gespräche führen und Präsentationen halten, um die Bestrebungen zu vermitteln und die Ergebnisse der einzelnen Studien zu teilen.

Realisierung einer Zusammenarbeit

Eine wichtige Herausforderung für EurekaRail liegt in der Organisation einer Zusammenarbeit. Die Verstärkung und der weitere Ausbau der gegenseitigen Beziehungen ist ein wichtiger Schritt zur Erzielung von Einigkeit. So können wir in der Grenzregion unsere Kräfte bündeln, um ein effektives Ergebnis zu verzeichnen.

Die Zuständigkeiten für den Bahnverkehr in den beteiligten Ländern liegen sehr unterschiedlich. Dies erfordert eine gute Abstimmung zwischen dem niederländischen Staat und der Provinz, dem föderalen belgischen Parlament, der wallonischen und flämischen Region, der deutschen Bundesregierung, dem Bundesland und den Verkehrsverbänden. Zudem geht es auch darum, dass die verschiedenen beteiligten Schienennetzbetreiber und Verkehrsunternehmen in den Grenzregionen einen gemeinsamen Kurs einschlagen.

Umsetzung

Die Studien dienen der Vorbereitung auf die tatsächliche Realisierung von Verbesserungen im Bahnverkehr in den Grenzregionen. Ein besserer grenzüberschreitender Bahnverkehr erfordert auf einigen Strecken infrastrukturelle Eingriffe wie eine Elektrifizierung oder Gleisverdopplung. Außerdem müssen die Sicherheitsanforderungen und technischen Unterschiede zwischen den Bahnsystemen in Belgien, Niederlanden überbrückt werden.

In der Praxis führte dies bereits dazu, dass mit einer Gleisverdopplung auf der Strecke Heerlen – Landgraaf begonnen wurde, und zwar mit dem letztlichen Ziel einer direkten Intercityverbindung Eindhoven-Heerlen-Aachen-Köln und einer direkten Bahnverbindung im Dreieck Lüttich-Maastricht-Aachen.

Einbeziehung der Umgebung

Bei den infrastrukturellen Eingriffen werden immer enge Abstimmungen zwischen den Anwohnern und anderen Beteiligten stattfinden.

Finanzierung:

Die Europäische Union erkennt die Bedeutung besserer Bahnverbindungen in den Grenzregionen an und hat zu diesem Zweck diverse Fördermittel zur Verfügung gestellt. Auch aus der Region wird ein Beitrag geleistet.