vorbereitung für das ticketing und die tarifgestaltung

Nicht nur die „Fahrpläne“ in den einzelnen Ländern sind bisher unzureichend aufeinander abgestimmt. Auch der Erwerb einer Fahrkarte ist für Bahnreisende zu undurchsichtig und sehr unpraktisch: Für eine grenzüberschreitende Bahnfahrt auf der Strecke Lüttich-Maastricht-Heerlen-Aachen benötigt man derzeit noch drei verschiedene Bahntickets, die man nur in den Ländern selbst – also nicht vorher – kaufen kann. Das möchten wir ändern.

EurekaRail arbeitet zu diesem Zweck mit Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und dem deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen an einer grenzüberschreitenden Fahrkarte: 1 Ticket zu 1 Preis, das in allen beteiligten Ländern in dieser Region gültig ist. So ermöglichen wir „nahtloses Reisen“ (seamless travel).

Nahtloses Reisen

Im neuen Konzept von EurekaRail für grenzüberschreitende Fahrkarten stehen nicht die verschiedenen Systeme der Verkehrsunternehmen, sondern die Fahrgäste im Mittelpunkt. Das Ziel ist ein einheitliches digitales Zahlungssystem für alle Länder, bei dem man einfach mit dem Smartphone zahlen kann.

Mit Hilfe des Smartphones findet man demnächst auch klare und ausführliche Informationen über die sog. first und last mile: den Weg von zu Hause bis zur Bahn und nach der Bahnfahrt vom Bahnhof zum letztlichen Bestimmungsort.

Pilotprojekt: Dreiländerzug

Der Startpunkt für nahtloses Reisen ist ein Pilotprojekt mit dem sog. Dreiländerzug Lüttich-Maastricht-Heerlen-Aachen. Die Gespräche mit Deutschland zu diesem Thema wurden erfolgreich aufgenommen. Mit Unterstützung der Politik arbeiten wir an einem gemeinsamen Zahlungssystem.

Nur Gewinner

Wenn das Pilotprojekt gelingt, kann das Zahlungssystem für den restlichen grenzüberschreitenden Bahnverkehr eingeführt werden. Dann gibt es also nur Gewinner. Der Reisende kann einfacher zahlen und wird so eher mit der Bahn fahren; die Verkehrsunternehmen können mit einem gesunden Betrieb rechnen.